Live aus Zeewolde!

© Joscha Kamp

Es begab sich zu einer Zeit, es war der 21.05.2010, gegen 16:11 Uhr (Simon kam nicht zu spät), als sich 25 waghalsige Abenteurer in die Bullies von Katrin, Marcel und Pascal schmissen, um ihre Reise nach Zeewolde (Holland) an zu treten. Mitten auf der Autobahn, es war kurz vor der Grenze, wurde der Fahrer Pascal beinahe von der Gummiabdichtung der Frontscheibe des Stoppenberger Bullies erschlagen. Die Gummiabdichtung löste sich und schnellte durch die offene Fensterscheibe in die Fahrerlounge. Mit einem gekonnten Ausweichmanöver konnte Pascal sein Augenlicht erhalten. Auf dem nächsten Parkplatz, es war immer noch im schönen Deutschland, fragten sich die anderen Bullies, warum wir eine Pause machten. Schnell wurden allen klar, dass wir einer schlimmen Katastrophe nur knapp entgingen. Nein, ganz so schlimm war es dann doch nicht, denn Marcel kam mit Klebeband bewaffnet und konnte somit (mit Hilfe von Pascal, der ihn hoch heben musste) die Abdichtung reparieren. Die Fahrt konnte fort gesetzt werden und 50 Meter weiter waren wir in unserem Zielland Holland. Durch ein Brezel-Manöver (alle Ausfahrten eines riesigen Autobahnkreuzes wurden genommen) wurde alle Mitreisenden kurz vor Ankunft geschickt geweckt.

In Zeewolde angekommen wurden zunächst die Deutschlandfahnen gehisst um zu demonstrieren, wer der nächste Weltmeister wird. Unser aller Freund und zugleich der Campleiter Zeewoldes Manfred 'Brodi' Brodersen, stellte sich der Gruppe vor und berichtete uns, dass die Surfbretter, Kajaks, Boote etc. von uns benutzt werden können, um sich den Tag im Wasser zu vertreiben. Nach einem Gourmet-Abendessen (Nudeln mit Tomatensauce und Parmesan), konnten die Häuser (bis zu 4 Personen auf gefühlten 2 Quadratmetern) von den Teilnehmern bezogen werden.

Zu später Stunde konnte der Abend am Lagerfeuer verbracht werden, an dem sich jeder Teilnehmer den anderen einmal vorstellte. Am Samstagmorgen begaben sich alle zu einem vitalen und reichhaltigem Frühstück, inklusive gerührtem Ei aus der Pfanne. Nachdem wir den Tag besprochen haben, legten sich die Ersten faul an den Strand oder fuhren auf die offene See hinaus. Sieben nicht ganz so bequeme Abenteurer fuhren mit dem frisch sanierten Stoppenberger Bullie in die City von Zeewolde zum Shoppen, Käffchen und zum Einkaufen für die gesamten Mahlzeiten! Highlight dieses Abenteuers war der von Gümmel gesehene Steinkladtwagen (er meinte eigentlich Kleinstadtwagen), wobei es sich um einen überdimensionalen monstertruckähnlichen Geländewagen gehandelt hat. Vier volle Einkaufswagen später von Lidl, Etos und Albert Heijn ist das Abenteuer jäh in Zeewolde-City beendet worden, in dem wir zurück fahren mussten, um den Snack aus Melone, Kiwi, Vla und Hagelslaag zu kredenzen.

An einem Nachmittag, welcher von Strand, Sonne, Meer und Sonnenbrand sowie Sonnencreme dominiert wurde, zündeten Pascal und Maddin den Grill an. Sogar Vegetarier konnten am Grillen teilnehmen, da Simon sechs Pakete Grill-Hecke mitgebracht hat. Nachdem Annika, Debby, Fabienne und Lars sich mit Saucen, grünem Salat, Brot, Kräuterbutter und dem natürlich selbstgemachtem Nudelsalat von Tim, Pascal und Maddin bewaffneten und den Tisch gedeckt hatten, wurde das Grillfleisch und die Grill-Hecke auf den Rost gelegt. Nach dem Grillen gingen acht Fußballverrückte in die Kneipe „de Jutter“ ,um das Championsleague-Finale zwischen Bayern und Inter zu sehen. Obwohl die ganze holländische Kneipe mit ihrem internationalem Publikum zu Bayern hielt, wurde das Spiel verloren und die Trauer war groß und hielt auch ganze fünf Minuten. Denn am Camp wieder angekommen, wurde die Trauer von einem schönen Sonnenuntergang und einem großartigem Lagerfeuer verdrängt. Also ging der Abend, schon wie der erste Abend, sehr entspannt zu Ende.

Der Sonntagmorgen startete, wie der Samstagmorgen, mit einem Frühstücks-Buffet der Extraklasse. Uns allen wurde schnell klar, dass dieser Tag ebenfalls heiß und sonnig werden würde. Dadurch wurde das Programm auf Strand, Sonne und Meer begrenzt.

Einzige Ausnahme war das traditionelle Volleyball-Turnier. Nachdem sich die Titelgewinner des letzten Jahres, in Gestalt von Pascal und Maddin, eingeschrieben hatten, folgten dem acht weitere Teams, um die Favoriten zu entthronen. Nach sehr vielen spannenden und heiß umkämpften Duellen und einer sensationellen Schiedsrichterleistung von Tim, Marcel und Pascal, konnte leider kein Team die unangefochtenenChampions des Jahres 2009 (Pascal zum 8ten mal) besiegen und somit den Thron des Zeewolder-Volleyball-Olymps erklimmen. Obwohl die Konkurrenz dieses Jahr wirklich groß war, wie zum Beispiel die Spiele der Gewinner gegen die Teams Ali und Joscha oder auch Yannik und Niklas im Finale, waren besonders spannend und knapp.

Mit dem Sieg in der Tasche, gingen Pascal und Maddin in die Küche und durften als Siegpreis das immer gern gegessene Chili- con-Carne kochen. Mit einer letzten Runde am Lagerfeuer, bei der alle noch einmal etwas sagten, fand der Tag seinen Ausklang. Wie immer startete der letzte Tag mit Frühstück. Leider wird der Montag ja nur zum Aufräumen und Putzen genutzt. Dennoch waren alle 25 Abenteurer voll auf zufrieden, verabschiedeten sich von Brodi, Karin, Xander und co und die Heimfahrt wurde angetreten. Als erster Bulli kam der Stoppenberger Bus im schönen und verträumten Essen an. Circa eine halbe Stunde später folgten die Busse von Katrin und Marcel, da diese durch eine handylose Panikattacke von Ludwig zum Halten gezwungen wurden, um sein Handy zu suchen.

Wir freuen uns jetzt schon auf Zeewolde 2011, denn dort fahren wir hoffentlich als Fußball-Weltmeister hin.

 

Tim Kundt und Pascal Pannen