Sommerfreizeit nach Südfrankreich

Teilnehmerfoto

Eindrücke einer Teilnehmerin

Heute, am 25. Juli 2009, war es endlich so weit. Nachdem wir alle von unseren Freunden und Familien zum Wichernhaus gebracht worden waren, stiegen wir voller Vorfreude in den Bus ein. Es saßen schon ein paar Leute aus Rheine, unserer Partnergruppe, im Bus, die wir aber nicht kannten. Das sollte sich dann aber in den nächsten zwei Wochen ändern! Nach etwa 14 Stunden Fahrt waren wir auf unserem Campingplatz bei Le Grau du Roi angekommen.

Nachdem wir gefrühstückt und unsere Sachen in die Zelte gepackt hatten, gingen wir alle frisch umgezogen zum Strand. Der Strand und das Meer waren wunderschön, auch wenn der Weg bis dahin etwas lang war, denn es waren etwa zehn Minuten Fußweg über den breiten Sandstrand. Da viele am ersten Tag noch sehr erschöpft waren, schliefen sie auch schnell ein, während die anderen im Wasser tobten. Abends gab es dann zum ersten Mal Onkel Mo’s Abendessen: Spaghetti. Am Nachmittag gab es schon einen Snack und als Mo durch unser Camp lief und ganz laut „Bockwurst und Banane!“ schrie, war einer unserer Lieblingssprüche geboren. Am ersten Abend dann durften wir direkt etwas länger aufbleiben, da wir Simons 16. Geburtstag feierten. Danach gingen wir alle schlafen, wenn man dies nicht schon tat.

Die nächsten Tage verliefen alle sehr schön, wir gingen viel an den Strand und machten viel Sport, wie Volleyballspielen, was sehr viel Spaß machte.

Am 4. Tag gab es dann die ersten Workshops. Es standen Fotografieren, Video, Tanzen und Zeitungsschreiben auf dem Plan. Am Tag darauf stand der erste „Putzteufel“ an. Das ist eine Aufgabe, sein Zelt aufzuräumen und nach einem Motto zu dekorieren, welches in diesem Fall „Karibik“ war. Abends gab es dann die Talentshow, in der viele verschiedene Sachen vorgeführt wurden wie eine Mitmachshow, Tänzen und weiteres. Nach natürlich genau einer Woche stand das „Bergfest“ vor der Tür. Es wurden verschiedene Aktivitäten vorgeschlagen wie Dekorieren, Spiele ausdenken oder auch Kochen. Am Abend gab es dann nach einer kleinen Spiele-Olympiade noch einen Tanzabend.

In der Mitte der zweiten Woche wurde uns dann Karate und Bogenschießen angeboten, was beides auch viel Spaß gemacht hat. Außerdem fuhren wir alle zusammen Kanu durch den Kanal und dann durch das Meer wieder zurück. Obwohl es sehr anstrengend war, hat auch das mit Allen zusammen Freude gebracht. Als dann langsam der Tag der Abreise kam, gab es noch einen Putzteufel, diesmal mit dem Thema „Kindergeburtstag“.

Die letzten Tage wurden noch mit schwimmen, sonnen und Sport verbracht, bis wir dann letztendlich unsere Koffer packen mussten. Wir besuchten noch die französischen Städte Montpellier und Aigues Mortes, was auch super viel Spaß brachte.  Es wurden viele Sachen geholt und die letzten Geschenke für Daheimgebliebene gesichert. Schließlich gab es noch einen zweiten Geburtstag zu feiern, den von Eva, einer Mitarbeiterin aus Rheine. Da sie 27 Jahre wurde, ist ein Kindergeburtstag veranstaltet worden, was auch sonst? Als wir dann abreisen mussten, wollten wir alle gar nicht mehr weg.

Nach einer langen Fahrt kamen wir dann in Essen an, wo wir uns dann alle doch verabschieden mussten.

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, ich hab neue Freunde kennen gelernt, mit denen ich hoffentlich auch noch länger Kontakt habe und ich werde diese zwei Wochen wahrscheinlich nie vergessen.


Lisa Buschmann, 15 Jahre

 

Eindrücke der Mitarbeiter

Auch für das Mitarbeiterteam war es eine Freizeit wie aus dem Bilderbuch: gutes Wetter und gute Laune soweit die 48 Augenpaare blicken konnten. Zum ersten Mal wagten wir eine solch große Reise mit so vielen Teilnehmern und noch dazu in Kooperation mit einer Partnergruppe aus Rheine, geleitet von meinem ehemaligen Kollegen Carsten Timpe, der bis 2001 Jugendleiter des Wichernhauses war. Bis zum Schluss der Freizeit war dem einen oder der anderen noch immer nicht klar, wer eigentlich aus welcher Stadt kommt! Wir verlebten eine wunderschöne Zeit im Camp des Ev. Kirchenkreises Hattingen-Witten in der Nähe von Le Grau du Roi in der Camargue. Reiten, Kanufahren und Städtebesichtigungen wechselten sich ab mit gemütlichem Sonnenbaden am und Planschen im Mittelmeer und unserem Gruppenprogramm mit vielen lustigen Spielen und Workshops. Wir konnten alle gesund und begeistert nach zwei erlebnisreichen Wochen wieder mit nach Hause bringen. Viele Teilnehmer treffen sich regelmäßig im Wichernhaus wieder oder organisieren sogar schon Fahrten zu den neuen Freunden aus Rheine. Da bleibt es mir an dieser Stelle nur übrig, mich zu bedanken bei diesen tollen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die so fröhlich und unkompliziert waren, wie man es sich nur wünschen kann. Mein ganz großer Dank geht ebenfalls an unseren immer fleißigen und stets gutgelaunten Freizeitkoch Mohammad Dia, der uns nicht nur 14 Tage lang  super bekocht hat, sondern den wir alle als unseren „Onkel Mo“ schnell in unser Herz geschlossen hatten. Mein letzter großer Dank geht an Yvonne Brauer, Simon Dia und Pascal Pannen, die das Wichernhaus-Mitarbeiterteam komplettiert haben. Danke Euch Dreien für Eure Mitarbeit in der Vorbereitung und Durchführung, für Euer Engagement und für Eure Freude, mit der ihr aus der Freizeit das gemacht habt, was daraus geworden ist!

Da auch bei uns gilt „Nach der Freizeit ist vor der Freizeit“ sind wir schon eifrig bei der Planung für den Sommer 2010. Wohin die Reise geht, steht noch nicht fest, aber eins kann ich versprechen gemäß eines Zitates eines diesjährigen Teilnehmers: „Wohin man fährt ist doch eigentlich egal, Hauptsache, wir sind da!“

In diesem Sinne

Katrin Müller